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Schafzucht

Haltung

Schafzucht bezeichnet die gezielte Vermehrung von Schafen nach bestimmten Zuchtzielen – etwa Fleischleistung, Wollqualität, Robustheit oder Erhalt einer alten Rasse. Sie unterscheidet sich von der reinen Hobbyhaltung dadurch, dass Abstammung, Zuchtwerte und Selektion eine Rolle spielen.

Wer in die Schafzucht einsteigen will, wird meist Mitglied im zuständigen Landesschafzuchtverband. Dort werden Zuchtbücher geführt, Tiere gekört (offiziell auf Zuchttauglichkeit geprüft) und Zuchtwerte berechnet. Für viele Förderprogramme und für die Vermarktung von Zuchttieren ist eine Verbandsmitgliedschaft praktisch Voraussetzung.

Ein zentrales Element ist die Herdbuchführung: Jedes Tier wird mit Abstammung, Geburtsdaten und Leistungsdaten erfasst. Das erlaubt es, Inzucht zu vermeiden und gezielt auf gewünschte Eigenschaften hinzuzüchten – etwa bei gefährdeten Rassen wie dem Rhönschaf oder dem Coburger Fuchs, wo die Erhaltungszucht im Vordergrund steht.

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