Ziegenmilch unterscheidet sich von Kuhmilch vor allem durch ihre Fettstruktur: Die Fettkügelchen sind kleiner, was sie leichter verdaulich macht, weshalb sie von vielen Menschen mit Kuhmilchunverträglichkeit besser vertragen wird. Geschmacklich ist sie etwas würziger, was stark von Rasse, Fütterung und Frische abhängt.
Der Fettgehalt liegt bei den meisten Milchziegenrassen zwischen 3 und 4,5 Prozent, die Jahresleistung schwankt je nach Rasse und Haltung erheblich – von wenigen Hundert Litern bei robusten Landrassen bis zu über 1.000 Litern bei spezialisierten Milchrassen wie der Saanenziege.
Direktvermarktung ist bei Ziegenmilch ein beliebter Nebenerwerb für Kleinhalter: ob als Rohmilch (mit entsprechenden Auflagen), pasteurisiert oder weiterverarbeitet zu Ziegenkäse, Joghurt oder Seife. Wer verkaufen will, sollte sich frühzeitig über die lebensmittelrechtlichen Vorgaben informieren.