Der Ziegenbock ist das männliche, unkastrierte Zuchttier der Ziege. Er wird ab etwa 6 Monaten geschlechtsreif, ausgewachsen ist er meist erst mit 2–3 Jahren.
Böcke unterscheiden sich deutlich von weiblichen Tieren: kräftigerer Körperbau, oft ausgeprägte Hörner (je nach Rasse) und während der Brunftzeit im Herbst ein sehr intensiver Eigengeruch – Böcke markieren sich selbst mit Urin, um paarungsbereite Geißen anzulocken. Wer einen Bock hält, sollte ihn möglichst getrennt von der Hauptherde oder zumindest mit ausreichend Abstand zum Wohnbereich unterbringen.
In kleinen Hobbyherden wird meist kein eigener Bock gehalten – zu aufwendig für wenige Tiere. Stattdessen wird für die Decksaison ein Deckbock von einem Züchter ausgeliehen oder die Geiß zum Bock gebracht. Wer selbst züchtet, sollte auf Abstammung und Zuchtwerte achten, nicht nur auf Optik.
Mehr dazu
- Burenziege — eine der klassischen Fleischrassen mit kräftigen Böcken
- Ziegenhaltung — Grundlagen für einen erfolgreichen Einstieg