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Wanderschäferei

Bei der Wanderschäferei zieht der Schäfer mit seiner gesamten Herde – oft mehrere Hundert bis über tausend Tiere – über weite Strecken von einer Weidefläche zur nächsten, statt die Tiere ganzjährig auf festen Koppeln zu halten. Historisch diente das dazu, unterschiedliche Flächen (Stoppelfelder, Heiden, Deiche, Almen) je nach Jahreszeit optimal zu nutzen.

Geführt wird die Herde meist zu Fuß mit Hüte- und Herdenschutzhunden, oft über öffentliche Wege und Triftwege, die genau für diesen Zweck freigehalten werden. Die Wanderschäferei ist heute stark im Rückgang begriffen – sie ist arbeitsintensiv und wirtschaftlich schwierig –, wird aber aus Naturschutzgründen vielerorts gezielt gefördert, weil sie große, ökologisch wertvolle Flächen wie Heiden und Magerrasen offenhält.

Wer selbst nicht wandert, sondern feste Weiden nutzt, betreibt dagegen Stand- oder Umtriebsweide.

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