Sukzession beschreibt die natürliche, zeitliche Abfolge von Pflanzengesellschaften auf einer Fläche, wenn keine Nutzung mehr stattfindet. In Mitteleuropa läuft dieser Prozess fast überall auf denselben Endpunkt zu: den Wald. Über offene Vegetation, Hochstauden und Gebüsch entwickelt sich eine unbeweidete oder ungemähte Fläche innerhalb weniger Jahrzehnte zum geschlossenen Wald.
Für den Naturschutz ist Sukzession ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ein natürlicher, wertvoller ökologischer Prozess, andererseits die größte Bedrohung für offene Kulturlandschaften wie Magerrasen, Heiden oder Streuobstwiesen, deren Artenreichtum gerade an das Offenbleiben gebunden ist.
Beweidung mit Schafen und Ziegen ist die wichtigste Methode, um Sukzession auf schützenswerten Flächen gezielt zu bremsen oder zurückzusetzen – ein Grund, warum Nutztierhaltung und Naturschutz in der Landschaftspflege so eng zusammenarbeiten.
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