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Rohwolle

Rohwolle ist Schafwolle direkt nach der Schur, bevor sie gewaschen oder weiterverarbeitet wurde. Sie enthält noch alle natürlichen Bestandteile: Wollfett (Lanolin), Schweißreste, Staub, Pflanzenreste und je nach Haltung auch gröbere Verschmutzungen.

Der Zustand der Rohwolle hängt stark von Haltung und Standort ab – Weidewolle enthält naturgemäß mehr Pflanzenreste (Kletten, Grannen) als Stallwolle, was die spätere Verarbeitung erschwert und den Wert mindert. Für eine gute Weiterverarbeitung sollte Rohwolle möglichst sauber, trocken und frei von groben Verunreinigungen sein, bevor sie gelagert oder verkauft wird.

Bevor Rohwolle versponnen, gefilzt oder anderweitig verarbeitet werden kann, muss sie gewaschen (entfettet) und meist kardiert werden, um die Fasern aufzulockern und parallel auszurichten. Für Kleinhalter, die ihre Wolle selbst verarbeiten oder direkt vermarkten wollen, ist der Zustand der Rohwolle der entscheidende erste Qualitätsfaktor.

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