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Pseudotuberkulose

Pseudotuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit von Schafen und Ziegen, verursacht durch das Bakterium *Corynebacterium pseudotuberculosis*. Charakteristisch sind bis zu faustgroße, eitrig-käsige Abszesse in den Lymphknoten, meist im Kopfbereich, in der Kniefalte oder am Euter – weshalb die Krankheit im Englischen auch „Caseous Lymphadenitis“ heißt.

Übertragen wird der Erreger vor allem über kontaminierte Umgebung: Bei der Schafschur ist verunreinigtes Scherwerkzeug ein häufiger Übertragungsweg, da die Bakterien über kleine Hautwunden eindringen können. Der Erreger ist zudem sehr widerstandsfähig und bleibt in Boden, Einstreu und Staub teils wochenlang infektiös.

Die Krankheit verläuft oft chronisch und über lange Zeit unauffällig – viele Fälle werden erst bei der Schlachtung entdeckt. Vorbeugend helfen strikte Hygiene beim Scheren (Desinfektion der Klingen zwischen Tieren), die Isolation betroffener Tiere und der Verzicht auf den Zukauf von Tieren aus Beständen mit bekanntem Pseudotuberkulose-Problem.

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