Die Oeschbergkrone ist eine bewährte, speziell für Hochstamm-Obstbäume entwickelte Kronenform: ein zentraler Mitteltrieb (Stammverlängerung) mit drei bis vier gleichmäßig um den Stamm verteilten, schräg nach außen wachsenden Leitästen. Benannt ist sie nach der schweizerischen Obstbauschule Oeschberg, an der sie entwickelt wurde.
Diese Kronenform gilt als besonders stabil und langlebig, weil das Gewicht der Äste gleichmäßig verteilt ist und kein einzelner Ast dominiert. Gleichzeitig lässt die offene, lockere Struktur ausreichend Licht und Luft ins Innere der Krone – wichtig für Fruchtqualität und um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
Für Streuobstwiesen ist die Oeschbergkrone bis heute die Standardform, an der sich der Erziehungsschnitt junger Hochstämme orientiert. Wer neue Bäume pflanzt, sollte diese Form von Anfang an konsequent verfolgen, da spätere Korrekturen aufwendig sind.
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