Mostobst bezeichnet Äpfel und Birnen, die nicht für den Frischverzehr, sondern zur Saft- und Mostherstellung angebaut bzw. verwendet werden. Viele alte Streuobstsorten zählen dazu – sie sind oft zu sauer, zu herb oder optisch zu unregelmäßig für den Tafelmarkt, überzeugen aber geschmacklich und in ihrer Robustheit als Mostsorten.
Gerade für Streuobstwiesen ist Mostobst wirtschaftlich enorm wichtig: Da Hochstämme meist unregelmäßig und witterungsabhängig große Mengen liefern, die sich für den Frischverkauf kaum lohnen, ist die Verarbeitung zu Saft, Most oder Schnaps oft der einzig sinnvolle Absatzweg. Viele Regionen haben dafür eigene Mostereien oder mobile Saftpressen, die Streuobstbesitzer nutzen können.
Für Halter, die eine Streuobstwiese gleichzeitig beweiden, ergibt sich ein doppelter Nutzen: Grünlandertrag durch die Tiere und Obstertrag durch die Bäume auf derselben Fläche.
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