Magerrasen sind Grünlandflächen auf nährstoffarmen, oft trockenen Böden, die eine ganz eigene, meist sehr artenreiche Vegetation aus konkurrenzschwachen, lichtliebenden Pflanzen tragen – viele seltene Kräuter, Orchideen und Wildbienenarten sind auf genau solche Standorte angewiesen.
Diese Flächen sind fast immer das Ergebnis jahrhundertelanger extensiver Beweidung: Ohne regelmäßigen Verbiss durch Schafe, Ziegen oder andere Weidetiere würden sie schnell verbuschen und ihre besondere Artenvielfalt verlieren. Aus Naturschutzsicht zählen Magerrasen deshalb zu den wertvollsten, aber auch am stärksten gefährdeten Lebensräumen Mitteleuropas.
Für die Beweidung eignen sich vor allem genügsame, robuste Rassen, die mit kargem Aufwuchs zurechtkommen und trotzdem zuverlässig fressen – klassischerweise Landschafrassen wie die Heidschnucke, oft ergänzt durch Ziegen zur Kontrolle von aufkommendem Gehölz.
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