Wie beim Schaf nutzt sich das Klauenhorn bei Ziegen in Weidehaltung auf weichem, feuchtem Untergrund oft nicht ausreichend ab und muss regelmäßig geschnitten werden. Ziegen, die viel auf steinigem oder felsigem Gelände unterwegs sind, brauchen dagegen deutlich seltener eine Klauenkorrektur.
Als grobe Richtschnur gilt eine Kontrolle alle sechs bis acht Wochen, bei ständig feuchten Ausläufen häufiger. Unregelmäßige Klauenpflege begünstigt Fehlstellungen, schmerzhafte Klauenrehe und bakterielle Infektionen ähnlich der Moderhinke beim Schaf.
Praktisch läuft die Klauenpflege bei Ziegen genauso ab wie beim Schaf: mit einer scharfen Klauenschere Überstände entfernen, ohne ins lebende Horn zu schneiden. Da Ziegen meist kletterfreudiger und unruhiger sind als Schafe, hilft ein Fressgitter oder ein Helfer, der das Tier ruhig hält.