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Hütehaltung

Bei der Hütehaltung wird die Herde nicht durch Zäune begrenzt, sondern von einem Schäfer und seinen Hütehunden aktiv geführt und zusammengehalten. Die Tiere bewegen sich frei über die Fläche, während der Hund sie in die gewünschte Richtung treibt und am Ausbrechen hindert.

Diese Form der Beweidung ist traditionell eng mit der Wanderschäferei verbunden und wird vor allem dort eingesetzt, wo feste Zäune unpraktisch, teuer oder aus Naturschutzgründen unerwünscht sind – etwa auf Deichen, in Naturschutzgebieten oder auf wechselnden Stoppelfeldern.

Hütehaltung erfordert deutlich mehr Personal- und Zeitaufwand als eingezäunte Weidesysteme, ermöglicht dafür aber eine sehr gezielte, kurzfristig steuerbare Beweidung – etwa um empfindliche Pflanzenbestände gezielt auszusparen oder Problemflächen intensiv abweiden zu lassen.

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