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Herdenschutzhund

Ein Herdenschutzhund lebt dauerhaft bei der Herde und schützt Schafe oder Ziegen vor Raubtieren – in Deutschland vor allem vor dem Wolf. Anders als Hütehunde (z. B. Border Collies), die die Herde aktiv treiben und lenken, arbeitet der Herdenschutzhund eigenständig, bindet sich sozial an die Tiere und verteidigt sie bei Bedarf.

Typische Rassen sind Pyrenäenberghund, Kangal, Maremmano-Abruzzese oder Kuvasz – meist große, robuste Rassen mit ausgeprägtem Territorial- und Schutzverhalten. Die Ausbildung beginnt idealerweise schon als Welpe, der zusammen mit den Nutztieren aufwächst und sie als „seine“ Herde ansieht.

Herdenschutzhunde sind kein Ersatz für einen guten Zaun, sondern eine zusätzliche Schutzebene – in Wolfsgebieten empfehlen Berater häufig die Kombination aus wolfsabweisendem Zaun und Herdenschutzhund. Wichtig für Halter: Herdenschutzhunde brauchen Auslauf, klare Sozialisierung und sollten für Passanten als arbeitende Hunde erkennbar gemacht werden (Warnschilder).

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