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Heidepflege

Heidepflege umfasst alle Maßnahmen, mit denen typische Heidelandschaften – etwa die Lüneburger Heide – offen und vital gehalten werden. Ohne Eingriff würden Heideflächen innerhalb weniger Jahrzehnte verbuschen und schließlich zu Wald werden, weil die charakteristische Besenheide (Calluna vulgaris) gegen aufkommende Gehölze und Gräser nicht konkurrenzfähig ist.

Die klassische und ökologisch wertvollste Pflegemethode ist die Beweidung mit Heidschnucken – die robuste Landschafrasse ist seit Jahrhunderten an das karge Nahrungsangebot der Heide angepasst und hält durch ihren Verbiss sowohl Gräser als auch junge Gehölze konsequent zurück. Ergänzend kommen Entkusseln (das Entfernen aufkommender Sträucher und Bäume von Hand), kontrolliertes Abbrennen und Mahd zum Einsatz.

Heidepflege ist ein gutes Beispiel dafür, wie eng Nutztierhaltung und Naturschutz zusammenhängen können: Die Heidelandschaft ist eine reine Kulturlandschaft, die ohne Weidetiere gar nicht existieren würde.

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