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Haarschaf

Haarschafe tragen statt eines dichten Wollvlieses ein kurzes Deckhaar, ähnlich einer Ziege oder eines Wildschafs – sie haaren im Frühjahr von selbst und müssen deshalb nicht geschoren werden. Bekannte Beispiele sind das Kamerunschaf oder das Dorperschaf.

Für Halter bedeutet das einen erheblichen Pflegevorteil: Es entfällt die jährliche, oft aufwendige und teils schwer zu organisierende Schafschur, ebenso das Risiko von Fliegenmadenbefall in verschmutzter, feuchter Wolle. Gerade für Hobbyhalter ohne Wollvermarktungsinteresse sind Haarschafe deshalb eine praktische, pflegeleichte Alternative zu klassischen Wollschafen.

Der Nachteil: Haarschafe liefern keine oder nur minimale Wolle, sind also für eine gezielte Wollnutzung ungeeignet. In der Fleischnutzung dagegen sind viele Haarschafrassen sehr gefragt, da sie oft besonders robust, fruchtbar und wenig anspruchsvoll sind.

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