Entwurmung bezeichnet die medikamentöse Behandlung gegen Endoparasiten wie Magen-Darm-Würmer bei Schafen und Ziegen. Lange Zeit wurde pauschal nach festem Zeitplan entwurmt – heute setzt sich zunehmend die selektive Entwurmung durch, bei der nur tatsächlich stark befallene Tiere behandelt werden.
Grundlage der selektiven Entwurmung ist die Kotprobe: Über eine Eizahlbestimmung im Labor oder direkt am Betrieb lässt sich der tatsächliche Wurmbefall einzelner Tiere oder der Herde einschätzen, statt „auf Verdacht“ die gesamte Herde zu behandeln. Das schont nicht nur unnötig behandelte, gesunde Tiere, sondern verlangsamt vor allem die Entwicklung von Parasitenresistenz gegen die verfügbaren Wirkstoffe.
Ergänzend zur gezielten Behandlung hilft ein durchdachtes Weidemanagement – etwa Umtriebsweide mit ausreichend langen Ruhephasen –, den Infektionsdruck von vornherein niedrig zu halten und die Notwendigkeit häufiger Entwurmungen zu reduzieren.
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