Deichbeweidung ist die gezielte Pflege von Hochwasserschutzdeichen durch Schafe (seltener Ziegen). Die Tiere halten die Grasnarbe kurz und dicht, was für die Stabilität des Deichs entscheidend ist: Eine feste, kurzgehaltene Grasnarbe schützt den Deichkörper deutlich besser vor Erosion als hoher, offener Bewuchs oder gar Gehölze, deren Wurzeln den Deich strukturell schwächen können.
Deshalb ist Beweidung an vielen Küsten- und Flussdeichen in Deutschland nicht nur erlaubt, sondern von den Deichverbänden aktiv gewünscht und teils vorgeschrieben. Schafe eignen sich dafür besonders gut, weil sie im Gegensatz zu schwereren Tieren wie Rindern die Grasnarbe kaum durch Vertritt beschädigen.
Die Beweidung erfolgt meist nach klaren Vorgaben der zuständigen Deichverbände zu Zeitraum, Besatzdichte und erlaubten Zaunarten – wer einen Deichabschnitt beweiden möchte, sollte sich direkt an den örtlichen Deich- oder Wasserverband wenden.
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