Das Blauschaf (*Pseudois nayaur*), auch Bharal genannt, ist trotz seines Namens streng genommen weder ein reines Schaf noch eine reine Ziege – genetisch steht es zwischen beiden Gattungen. Seinen Namen verdankt es dem bläulich-grauen Schimmer seines Fells, der besonders im Winterfell auffällt.
Heimisch ist das Blauschaf im Hochgebirge Zentralasiens – Himalaya, tibetisches Hochland und angrenzende Regionen, meist in Höhenlagen zwischen 3.000 und 5.500 Metern. Es lebt in Herden auf steilem, felsigem Gelände und ist bekannt für seine Kletterfähigkeit. In freier Wildbahn ist es unter anderem eine wichtige Beutetierart für den Schneeleoparden.
Für die Haustierhaltung in Deutschland spielt das Blauschaf keine Rolle – es wird ausschließlich in Zoos und Wildparks gehalten, nicht als Nutz- oder Hobbytier. Das hohe Suchvolumen rund um den Begriff kommt vermutlich vor allem aus dem Interesse an Wildtieren und Dokumentationen, nicht aus der praktischen Haltung.
Mehr dazu
Wer sich für heimische, tatsächlich haltbare Rassen interessiert, findet hier alle Rasseporträts im Überblick.