Die Besatzdichte gibt an, wie viele Tiere pro Flächeneinheit (meist pro Hektar) gehalten werden. Sie ist eine der wichtigsten Stellschrauben im Weidemanagement: Zu hohe Besatzdichten führen zu Überweidung, kahlen Flächen und erhöhtem Parasitendruck, zu niedrige Besatzdichten dagegen zu Unterbeweidung, Verbuschung und ungenutztem Aufwuchs.
Als grobe Orientierung gelten für Schafe auf mittlerem Grünland oft 8 bis 12 Tiere pro Hektar über die Vegetationsperiode, für Ziegen aufgrund ihres anderen Fressverhaltens teils andere Werte – konkrete Zahlen hängen aber stark von Bodenqualität, Niederschlag, Rasse und Weidesystem ab.
Bei Umtriebsweide kann die kurzfristige Besatzdichte auf einer einzelnen Koppel bewusst sehr hoch gewählt werden (viele Tiere auf kleiner Fläche für kurze Zeit), solange die Ruhephasen bis zur Nachweide lang genug sind, damit sich die Fläche erholt.
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