Selektive Beweidung beschreibt zwei unterschiedliche, aber verwandte Konzepte: Zum einen das natürliche Verhalten von Weidetieren, bestimmte Pflanzen zu bevorzugen und andere zu meiden – Schafe etwa fressen schmackhafte Gräser zuerst ab und lassen unbeliebte Kräuter oder Disteln oft stehen. Zum anderen den gezielten Einsatz bestimmter Tierarten oder Rassen, um eine gewünschte Vegetationsentwicklung zu steuern.
In der Landschaftspflege macht man sich diese Selektivität aktiv zunutze: Eine gemischte Beweidung mit Schafen und Ziegen etwa sorgt dafür, dass sowohl krautige Vegetation als auch aufkommende Gehölze zurückgedrängt werden – eine Kombination, die eine einzelne Tierart allein oft nicht leisten kann.
Nachteil der Selektivität: Ohne Steuerung durch Weidemanagement (z. B. Umtrieb oder Nachmulchen) breiten sich von den Tieren gemiedene, oft unerwünschte Pflanzen wie Disteln oder Ampfer mit der Zeit stärker aus.
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