Parasitenresistenz beschreibt zwei unterschiedliche Phänomene: Zum einen die Widerstandsfähigkeit von Wurmpopulationen gegen Entwurmungsmittel, die bei zu häufiger oder falscher Anwendung entsteht und weltweit ein wachsendes Problem in der Schaf- und Ziegenhaltung ist. Zum anderen die natürliche, teils rassebedingte Widerstandsfähigkeit einzelner Tiere gegen Endoparasiten.
Wirkstoffresistenz entsteht, wenn Entwurmungsmittel regelmäßig und pauschal auf die ganze Herde angewendet werden – überlebende, resistente Würmer vermehren sich dann bevorzugt und geben ihre Widerstandsfähigkeit weiter. Selektive Entwurmung auf Basis von Kotproben ist die wichtigste Gegenmaßnahme, da nur tatsächlich betroffene Tiere behandelt werden und ein Teil der Herde unbehandelt bleibt.
Auf der anderen Seite zeigen manche robuste Landrassen von Natur aus eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Wurmbefall als hochgezüchtete Leistungsrassen – ein Aspekt, der bei der Zuchtauswahl zunehmend gezielt berücksichtigt wird.
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