Als Nachweide bezeichnet man die erneute Beweidung einer Fläche, nachdem sie bereits abgeweidet wurde und sich zwischenzeitlich erholt hat – der Begriff beschreibt also den „Rückkehr-Durchgang“ im Rahmen der Umtriebsweide. Auch die Beweidung von Flächen nach der Mahd (etwa Stoppelweiden oder die zweite Nutzung einer Wiese) wird gelegentlich als Nachweide bezeichnet.
Wie lange eine Fläche bis zur Nachweide ruhen sollte, hängt von Witterung und Wuchsleistung ab – in der Hauptsaison reichen oft drei bis vier Wochen, im Frühjahr und Herbst braucht das Gras länger zum Nachwachsen. Wird zu früh nachbeweidet, leidet die Grasnarbe, und der Infektionsdruck durch Weideparasiten steigt, weil deren Larven noch nicht ausreichend reduziert sind.
Ein bewährter Richtwert vieler erfahrener Halter: Erst nachweiden, wenn das Gras wieder eine Handbreit hoch steht.
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