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Mineralstoffversorgung

Schafe und Ziegen benötigen neben Grundfutter eine gezielte Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen – vor allem Kupfer, Selen, Zink, Jod, Kalzium und Phosphor. Da Grünland und Heu je nach Standort und Bodenbeschaffenheit stark schwankende Mengen dieser Stoffe liefern, reicht Weidefutter allein oft nicht für eine bedarfsgerechte Versorgung aus.

Ein wichtiges Detail: Schafe reagieren sehr empfindlich auf zu viel Kupfer und können sich schnell vergiften, während Ziegen einen deutlich höheren Kupferbedarf haben. Deshalb sollten Mineralfutter niemals einfach zwischen beiden Tierarten getauscht werden – ein Ziegen-Mineralfutter kann für Schafe gefährlich hoch dosiert sein.

In der Praxis werden Mineralstoffe meist über spezielle Leckmasse, Lecksteine oder als Beimischung zum Kraftfutter angeboten. Bei Mangelerscheinungen wie schlechter Wollqualität, verminderter Fruchtbarkeit oder Wachstumsstörungen lohnt sich eine gezielte Rücksprache mit dem Tierarzt, statt einfach unspezifisch nachzudosieren.

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