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Enthornung

Enthornung meint das Entfernen der Hornanlage bei jungen Ziegen (seltener Schafen), meist durch Ausbrennen des Hornansatzes in den ersten Lebenstagen. Ziel ist es, spätere Verletzungen in der Herde und beim Umgang mit den Tieren zu vermeiden – vor allem in engen Stallungen oder bei Ziegen mit ausgeprägtem Rangordnungsverhalten.

Der Eingriff muss aus Tierschutzgründen sehr früh (meist innerhalb der ersten ein bis zwei Lebenswochen) und unter Schmerzausschaltung erfolgen; er darf in Deutschland nur von sachkundigen Personen bzw. Tierärzten durchgeführt werden. Wird zu spät oder unsachgemäß enthornt, drohen erhebliche Schmerzen und Komplikationen.

Enthornung ist in der Ziegenhaltung umstritten: Befürworter verweisen auf weniger Verletzungen in der Herde, Kritiker auf den Eingriff in die Unversehrtheit des Tieres und darauf, dass Hörner auch der Wärmeregulation dienen. Viele Kleinhalter entscheiden sich bewusst für unbehornte Rassen oder Herden, um den Eingriff ganz zu vermeiden.

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