Ein Elektrozaun ist die gängigste Einzäunungsform für Schafe und Ziegen: Litzen, Netze oder Bänder werden unter Strom gesetzt, sodass die Tiere bei Berührung einen kurzen, ungefährlichen, aber unangenehmen Stromschlag erhalten und lernen, den Zaun zu meiden. Der Begriff „Weidezaun“ wird oft synonym verwendet, umfasst aber auch nicht-elektrifizierte Zaunsysteme wie Festzäune oder Knotengitter.
Wichtig für die Wirksamkeit ist ausreichende Spannung – deutlich unter der dichten Wolle eines Schafs kommt weniger Strom an als bei kurzhaarigen Tieren, weshalb Schafzäune tendenziell mehr Litzen mit engerem Abstand und eine kräftige Weidezaungeräte-Leistung brauchen. Ziegen wiederum sind für ihre Kletter- und Ausbruchsfreude bekannt und brauchen oft höhere, stabilere Zäune als Schafe.
Für mobile Weidesysteme wie Umtrieb- oder Portionsweide sind Elektronetze die praktischste Lösung: schnell auf- und abgebaut, flexibel versetzbar und auch für unregelmäßig geformte Flächen gut geeignet. Eine korrekte Erdung des Weidezaungeräts ist dabei entscheidend für die Wirksamkeit des gesamten Systems.